Budapest: 7 Tipps für einen gelungenen Urlaub in der „Perle der Donau“

Budapest ist mit rund 1,7 Millionen Einwohnern nicht nur die Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt Ungarns. Sie entstand 1873 beim Zusammenschluss von Óbuda, Buda und Pest. Das hügelige Buda und das flache Pest werden durch die Donau getrennt, entlang der man besonders nachts spektakuläre Aussichten auf die Budaer Burg genießen kann.

Die Stadt zählt nicht nur zu den sehenswertesten, sondern auch günstigsten Reisezielen Europas, das sie zum perfekten Städtetrip macht. Helló Budapest! 🙂

Planung eures Aufenthalts

Der ungarische Forint (HUF)

Die ungarische Landeswährung ist der Forint. Zwar kann vielerorts auch in Euro gezahlt werden, doch Vorsicht: Nehmt euch vor Touri-Fallen und Lockangeboten in Acht. Am besten tauscht ihr eine geringe Menge eures Reisebudgets in Forint um und bezahlt den Rest mit Kreditkarte. Sehr nützlich ist auch eine Währungsrechner-App für unterwegs.

Von A nach B: Flug und Nahverkehr in Budapest planen

Der direkteste und günstigste Weg nach Budapest ist der Flug. Vergleicht und bucht diesen möglichst weit im voraus. Der Flug geht schnell und der Flughafen ist außerdem ans ungarische Verkehrsnetz, dem BKK, angeschlossen. Ich empfehle euch den Kauf einer Budapest travelcard. Diese gibt es mit 24, 48 oder 72 Stunden Gültigkeit und kann direkt am Flughafen erworben werden. Gültig in Bus, Straßenbahn und U-Bahn des gesamten Verkehrsnetz Budapests, gibts das 72-Stunden-Ticket für umgerechnet gerade mal 13,40 EUR (Stand: 08.15) und bringt euch bequem durch die Stadt.

Der Transfer in die Stadt ist kinderleicht: Schnellbuslinie ab Terminal 2 (200E) bis zur Endstation „Köbanya-Kispest“ (Dauer ca. 30 Minuten). Von hier aus die blaue Metro-Linie 3 bis zur Innenstadt (je nach Lage des Hotels). Für eure restlichen Ziele kann mit einer Karte des Verkehrsnetzes Budapests nichts mehr schief gehen!

Übernachten und Verpflegung in Budapest

Budapest ist preiswert, hier findet man gute und zentral gelegene Unterkünfte bereits um die 50 EUR / Nacht. Wer weit im voraus vergleicht und bucht spart. Ich empfehle, euch für eine Unterkunft möglichst nahe der Donau zu entscheiden – besonders bei Nacht sind Spaziergänge entlang der beleuchteten Stadt beeindruckend und die Wege sind kürzer.

Wer seine Reise günstig plant, sollte was die Verpflegung angeht pragmatisch vorgehen: Morgens am Hotel-Frühstück laben, zwischendurch ein Supermarkt-Happen und abends etwas Warmes. Große Restaurantbesuche habe ich nicht gemacht, dafür jedoch preiswert im Supermarkt eingekauft. Kulinarische Leckerbissen auf die Hand könnt ihr in der zentralen Markthalle finden: Hier gibt es alles, was das Herz begehrt.

7 Tipps für eure gelungene Großstadtsafari

1. Das Donaupanorama

Seit 1987 in der Liste für UNESCO Weltkulturerbe, ist besonders der Ausblick von der Pester Uferseite auf die berühmte Kettenbrücke mit den Löwenköpfen, das angrenzende Burgviertel mit Burg, Standseilbahn, Fischerbastei und Matthiaskirche atemberaubend.

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Den besten Panorama-Ausblick auf die Pester Seite mit dem imposanten Parlamentsgebäude hast du von der Fischerbastei auf dem Burgberg aus.

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2. Erkunde den Burgberg

Am besten erklimmst du den Burgberg zu Fuß. Starte dafür am „Nullpunkt“ Budapests am Clark Ádàm tér (Platz) nahe der Talstation der berühmten Standseilbahn (natürlich könnt ihr auch damit fahren). Durch das Seufzertor gehts nach oben. Entlang der edlen Úri utca (Herrengasse) gilt es viel zu entdecken: Die Matthiaskirche, in der einst Kaiser Franz Josef und Sissi zu König und Königin von Ungarn gekrönt wurden, die Fischerbastei mit ihrer spektakulären Aussicht und natürlich die Budaer Burg, die zum schlendern und entdecken einlädt. Entlang der Burgterrassen gibt es beste Möglichkeiten auf ein Panoramafoto über die Pester Donauseite. Kommt am besten tags- und nachtsüber einmal vorbei, die Aussicht ist großartig.

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3. Mit der Straßenbahn in die zentrale Markthalle – kulinarisches Wunderland!

Die schönste Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmittel erlebt ihr mit der Straßenbahn: Entlang des Donauufers fahrt ihr vom Parlamentsgebäude aus an Elisabethbrücke, Kettenbrücke und Freiheitsbrücke vorbei und habt ganz nebenbei die besten Ausblicke auf die Donau. Schon von weitem glänzt das Dach der zentralen Markthalle einladend. Hier findet ihr ALLES: Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch im Erdgeschoss und in der 1. Etage Souvenirs und Essensstände. Sogar einen ALDI werdet ihr im Untergeschoss finden.

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An vielen Verkaufsständen gibts Lángos: Ein frittierter Brotfladen aus Kartoffelteig mit viel Knoblauch, Sauerrahm oder Käse. Mein mit Sauerrahm und Käse bestücktes Prachtstück hat gerade mal 380 HUF (ca. 1,22 EUR, Stand: 08/15) gekostet. Ein preiswerter Sattmacher. Interessant fand ich auch die für mich völlig unbekannten ungarischen Schokoriegel, die sehr beliebt bei den Einheimischen sind– unbedingt mal probieren!

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4. Erklimme den Gellértberg – Aussicht über Budapests Dächern

Ein unbedingtes Erlebnis ist ein Aufstieg auf den Gellértberg. Die Aussicht, die den schweren Aufstieg entlohnt ist unbeschreiblich! Ohne Frage solltet ihr dafür gut zu Fuß sein, alterntiv gibt es auch einen Bus, der jedoch nicht direkt den Gellértberg anfährt.
Auf dem Gipfel des Berges befindet sich die Freiheitsstatue, 1947 erbaut als Erinnerung an die Eroberung Budapests durch die Rote Armee. Außerdem findet sich hier die Zitadelle, mit großartiger Sicht über die Dächer Budapests. Ihr solltet auf keinen Fall eure Kamera vergessen!

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5. Enspannung pur auf der Margareteninsel

Die Margareteninsel ist ein beliebtes Naherholungsziel der Budapester. Die Insel ist eine Landzunge in der Donau, die gerade mal ca. 2 x 3 km bemisst. Zu meiner Aufenthaltszeit war gerade ein Musikfestival, weshalb ich den UNESCO-Wasserturm nicht besuchen konnte, weitere Highlights sind jedoch die Wasserspielorgel am Eingang des Parks, die Ruinen eines alten Klosters und die ausgedehnten Grünflächen mit wohlriechenden Blumen. Für eine kleine Erholungspause vom Trubel der Stadt perfekt.

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6. Ein Ausflug zum „Sissi-Schloss“ nach Gödöllö

Leider war die Zeit letztendlich zu knapp, sonst hätte ich gerne noch einen Abstecher ins ca. 25 km entfernte Gödöllö unternommen. Hier erwartet euch das Königliche Schloss in dem einst Kaiserin Sissi ihre Zeit verbrachte. Der ehemalige Herrschersitz des Hauses Habsburg ist der zweitgrößte Barockpalast der Welt und eines der größten und bedeutendsten Beispiele der ungarischen Architektur.

7. Bummeln entlang der Váci utca

Wer noch etwas Zeit übrig hat, wird in Budapests Einkaufsmeile Nummer 1 seine helle Freude haben. Hier reihen sich altbekannte Mode-Ketten an noble Budapester Designstuben. Auch einige Schätze kann man hier finden, z. B. gibt es hier einen witzigen Second-Hand-Store. Es lohnt sich auch einen Abstecher fernab des Trubels zu bummeln. Hier entdeckt man ganz andere Facetten Budapests und so manches Fotomotiv.

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