Serien: Remakes versus Original-Vorlagen – wenn „Neu“ nur aufgewärmte Milchsuppe ist…

Spätestens seit „The Ring“ wissen wir, dass die Amis nicht unbedingt das Rad neu erfinden, sondern Meister im produzieren von Remakes sind. Dabei trennt sich jedoch oft auch automatisch die Spreu vom Weizen, denn nicht jedes Remake ist automatisch besser. Frankreich tut sich zum Beispiel seit ein paar Jahren als besonderer Spezialist in Sachen Mystery hervor und die Skandinavier haben den Thrill eben im Blut. Doch nicht nur die Amis wissen, wie man Serien-Trends anderer Länder aufwärmt…


Original: Les Revenants (Frankreich, seit 2012)

„Les Revenants“ basiert auf einem Film von 2004. Die Serie erzählt die mysteriösen Vorkommnisse in einem französischen Bergdorf, in dem die Toten unter die Lebenden zurück kehren. Eine Serie, die nicht nur ästhetisch überzeugt, sondern einen permanenten Spannungsbogen hält. Und der Trailer ist das Beste, das ich seit langem gesehen habe. Aber überzeugt euch selbst. 😉

Remake: The Returned (USA, 2014)

Nach dem großen Erfolg der Originalserie entschied sich Netflix zu einem amerikanischen Pendant. Wer die Originalserie kennt, wird schwerlich Neues entdecken, denn hier wurde fast eine identische Reproduktion vorgenommen. Die Zuschauer blieben aus und schon nach einer Staffel wurde das Remake eingestellt. Die Nöörds meinen: Besser so! Die Franzosen haben eindeutig die bessere Bildsprache und einen genialen Trailer!


Original: Die Brücke (D / DK / S, seit 2011)

In europäischer Ko-Produktion entstanden zählt die Serie bereits 30 Episoden in 3 Staffeln und erzählt von der polizeilichen Zusammenarbeit beiderseits der Öresundbrücke. Staffel 1 beginnt mit einem Stromausfall auf der Öresundbrücke und dem auffinden einer Leiche. Im deutschen TV wird die Serie im ZDF gezeigt und avancierte zum europäischen Serienhit.

Remake: The Bridge – America (USA, zwischen 2013-2014)

Verlagert auf die Bridge of the Americas zwischen dem amerikanischen El Paso und dem mexikanischen Ciudad Juárez, hat auch das Ami-Remake zu Beginn der ersten Staffel eine Leiche zu bieten. U. a. mit Diane Kruger hochkarätig besetzt, verspricht das Remake unverhofft eine gute Qualität – trotz aufgewärmter Story. Doch die Zuschauer blieben aus und die Serie wurde 2014 nach zwei Staffeln eingestellt. Die Nöörds meinen: Hochglanz-produziertes Remake, an neuem Ort mit alter Story.


Original: Kommisarin Lund (DK, zwischen 2007 – 2012)

Die dänische Erfolgsserie erzählt von dem eigentlich letzten Mordfall der Kommisarin Lund, dessen Aufklärung sich über die gesamte 1. Staffel erstreckt. Lund wurde auch zu einem Erfolg in Großbrittanien, den Niederlanden und Schweden und die Serie wurde u. a. mit dem BAFTA-Award und einem Emmy ausgezeichnet. Die sehr düstere Bildsprache ist charakteristisch.

Remake: The Killing (USA, 2010- 2014)

Der amerikanische Broadcaster AMC (u. a. The Walking Dead) ließ zwischen 2010 und 2011 ein amerikanisches Remake produzieren, das ins amerikanische Seattle verlegt wurde. Da die Zuschauerzahlen überzeugten, wurden insgesamt vier Staffeln ausgestrahlt, die in der Bildsprache nicht minder düster wirken. Die Serie ist bei Netflix zu sehen. Die Nöörds meinen: Gelungenes Remake!

 

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