Bella Italia! Roadtrip durch Italien – Teil 1: Planung und Südtirol

Italien: Geburtsort der Pizza, kilometerweite Sandstrände, tonnenweise Gelati, der Papst und schnelle Autos. Bella Italia bietet für jeden Geschmack den passenden Urlaub. Wir machten uns auf einen Roadtrip durch den Stiefel Europas und zeigen dir in Teil 1 unserer Serie was wir so geplant haben und die schönsten Foto-Locations auf unserem Weg durch Südtirol.

Früh übt sich, wer schmal reisen will

Ein schönes Sprichwort sagt: Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete – das kann man in punkto Budget wortwörtlich nehmen. Ca. ein halbes Jahr vor der Reise begannen wir mit der Planung der Reisezeit (Ferienzeiten checken und diese tunlichst vermeiden!), Reiseziele und der Autoroute. Als das geklärt war, buchten wir bereits ein Vierteljahr im voraus die Unterkünfte. Natürlich ist das immer auch ein gewisses Risiko und eine Typenfrage – wir sind da eher so die Kontrollfreaks. 😉 Und letztlich ist die enorme Kostenersparnis ein überzeugender Grund zum Pokern.

Gebucht haben wir sowohl privat geführte Hotels, als auch Hotelketten mit dem Augenmerk auf verkehrsgünstige Lage (möglichst mit kostenfreien Parkplätzen), Bewertungen und letztlich auch dem Preis, da wir das Budget möglichst schmal halten wollten. Besonders positiv überrascht waren wir von dem Hotel Dolomiti in Moena, Südtirol, doch dazu später mehr. 🙂

Auf gen Stiefel!

In unserem Falle: Erdgasauto startklar machen! Italien ist führend in der CNG-Treibstoffversorgung und es fahren hier (nicht zuletzt aufgrund der deutlich teureren Benzin- und Dieselpreise) so viele Gasautos wie sonst in kaum einem anderen Land weltweit. Für einen Roadtrip ist der Gaser daher nicht nur sehr viel günstiger als ein Benziner, er ist auch eine richtige „Öko-Karre“ und hinterlässt im Gegensatz zu Flugreisen einen grünen Fußabdruck.

Hilfreich für Erdgas-Neueinsteiger (wie uns), ist der Erdgasatlas, den es sowohl in einer Deutschland-Version, als auch einer größeren Europa-Version gibt und alle Erdgastankstellen in einem Katalog und auf einer Karte darstellt. Extrem hilfreich besonders in Deutschland.

In Italien sind die Erdgas-Tankstellen mit „Metano“ gekennzeichnet. Und – ganz ungewohnt – das Tanken erledigt ein Tankwart für einen!

Die Reiseroute

Als Italien-Newbies kam für uns natürlich erstmal alles in Frage – umso schwieriger wurde es beim selektieren. Und da es nicht zuletzt auch eine Kostenfrage ist, mussten wir so manches Ziel streichen. 😉 Nach viel Geplane stand für uns schließlich diese Reiseroute fest:

  1. Südtirol bei Bozen
  2. Toskana
  3. Rund um den Vesuv
  4. Amalfiküste
  5. Rom und Vatikanstadt
  6. Venedig


1. Südtirol


Später Mai, Sonntagnacht, 3 Uhr starteten wir das Erdgasmobil. Nach gut 12 Stunden Fahrzeit ohne Staus, dafür einer Handvoll Tankstopps und Pinkelpausen, erreichten wir unser erstes, bereits für die Hinfahrt geplantes Ziel: Das Ranui-Kirchlein im Villnösser Tal.

Ranui Kirchleinim Villnösser Tal
Ranui Kirchlein im Villnösser Tal, Südtirol

Die kleine Kirche und die dahinter liegenden Geislerspitzen gehören zu den schönsten Fotomotiven der Dolomiten. Nach einer Brotzeit bei dieser sensationellen Aussicht, setzen wir den Wagen wieder in Gang. Nur ca. 40 km weiter ein weiteres Bilderbuch-Bergpanorama: Der Karersee (ital. Lago Carezza).

Verwunschener Bergsee: Der Karersee unweit Welschnofen, Südtirol
Verwunschener Bergsee: Der Karersee unweit Welschnofen, Südtirol

In dem Bergsee spiegeln sich sowohl der Rosengarten, als auch der Latemar. Einer Sage zufolge lebte in dem smaragdgrünen Wasser einst eine Wasserjungfrau.

Im Karersee spiegeln sich Latemar und Rosengarten
Im Karersee spiegeln sich Latemar und Rosengarten

Vorbei an weiteren wunderschönen Ausblicken in die Dolomiten und für uns Nordlichter abenteuerlichen Passstraßen, erreichten wir unser Domizil für die Zwischenübernachtung: Das Hotel Dolomiti in Moena. Obwohl eine unserer günstigen Unterkünfte (eine ÜN für zwei mit Frühstück im DZ und kostenfreiem Parkplatz kam uns 57 EUR), wurden wir von einem 4-Sterne-Hotel mit bestem Service überrascht. Bereits letztes Jahr in unserem Österreich-Urlaub stellten wir ähnliches fest: Der Bergsommer ist die perfekte Reisezeit mit schmalem Budget!

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