Bella Italia! Roadtrip durch Italien – Teil 2: Toskana

Heute gehts weiter mit unserem Reisebericht über unsere Autotour durch Italien. Nachdem wir in Teil 1 spektakuläre Aussichten in den Dolomiten genießen durften, sollte es auf der nächsten Station südlicher gehen: Die Toskana ruft! 😀


2. Toskana


Pisa

Wir nahmen Abschied von den Dolomiten und fuhren über die Autostrada  (Autobahnmaut ca. 25 EUR) direkt zu unserer nächsten Unterkunft für die folgenden zwei Übernachtungen: Dem Ibis Est in Florenz. Verkehrsgünstig unweit eines größeren Einkaufszentrums gelegen, war dies unser Ausgangspunkt für weitere Ausflugsfahrten: Praktisch und günstig. 🙂

Unser erster Ausflug ging nach Pisa, ca. 80 km von Florenz entfernt. Und – wie kann es anders sein – stand genau ein Ziel auf unserem Zettel: Der schiefe Turm von Pisa!

Weltberühmt: Der schiefe Turm von Pisa, Toskana
Weltberühmt: Der schiefe Turm von Pisa, Toskana

Etwas egoistisch der Stadt selbst gegenüber. 😉 Der Turm selbst gehört so beispielsweise zu einem großen Gebäudeensemble, dem Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder), mit Baptisterium, der größten Taufkirche der Welt, einem Friedhof und dem kreuzförmigen Dom Santa Maria Assunta mit ebem dem besagten Turm, der eigentlich ein Glockenturm ist. Die Bauwerke gehören zu den Meisterwerken der mittelalterlichen Architektur und sind seit 1987 UNESCO Weltkulturerbe.

Gebäudeensemble am Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder)
Gebäudeensemble am Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder)

Florenz

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Renaissance, Michelangelos und der Medici-Familie: Florenz. Das Auto sicher in einer Tiefgarage geparkt (kostete den Tag über erstaunlicherweise nur 6,80 EUR), starteten wir zu einem Stadt-Spaziergang. Erste Station: Die Franziskanerkirche Santa Croce. Einer Legende zufolge soll Franz von Assisi 1294 den Grundstein gelegt haben. Berühmte Italiener wie Michelangelo oder Galileo Galilei fanden hier ihre letzte Ruhestätte.

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Florenz: Franziskanerkirche Santa Croce

Die Piazza della Signoria ist einer der größten und berühmtesten Plätze der Stadt. Namensgebend war die Signora, die republikanische Regierung der Stadt, die im Palazzo Vecchio ihr politisches und soziales Zentrum fand. Die einflussreiche Medici Familie regierte hier ihrerzeit und eines Michelangelos größten Werken, die 5,17 m David Statue, stand hier einst als Original – heute ersetzt durch eine Kopie. Das 1504 fertiggestellte Original befindet sich heute in der Galleria dell’Accademia.

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Florenz: Der Palazzo Vecchio

Entlang der Uffizien – einstige 1559 vom Großherzog der Toskana, Cosimo Medici, in Auftrag gegebene „Büros“ für Ministerien und Ämter – gelangten wir zum Fluss Arno, überragt von der Ponte Vecchio. Einst waren hier hauptsächlich Schlachter und Gerber ansässig, die 1565 jedoch per Dekret durch Goldschmieden ersetzt wurden. Auch heute finden sich hier noch viele Juweliere. Aus Angst vor Übergriffen ließ der Großherzog hier auch einen Teil des sogenannten Vasarikorridors – einem „Geheimweg“ –  über den Ladenzeilen bauen, der den Palazzo Vecchio mit dem Palazzo Pitti verband.

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Florenz: Über dem Arno erstreckt sich die Ponte Vecchio

Letztes Ziel in der Altstadt und nicht zu übersehen: Die Kathedrale Santa Maria del Fiore, Bischofskirche und dank Brunelleschis Hauptwerk – der gewaltigen Kuppel – ein technisches Meisterwerk der frühen Renaissance. 1296 nach Plänen von Arnolfo di Cambio begonnen, sollte sie die „Konkurrenz“ von Venedig, Pisa und Siena als weithin sichtbares Monument in den Schatten stellen – heute ist sie die viertgrößte Kirche der Welt.

Einen gebürtigen Abschluss bildete für uns die Aussicht vom Piazzale Michelangelo, einem Aussichtsplatz etwas außerhalb der Stadt mit bester Sicht auf Florenz. Wahnsinn! Und außer einem schmalen Parkticket (1Std. = 1 EUR) völlig kostenfrei. 🙂

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Piazzale Michelangelo: Aussicht auf Florenz mit berühmtem Duomo

San Gimignano

Am späten Nachmittag starteten wir zu einem Ausflug in eine wahre Bilderbuch-Region der Toskana. Als „Mittelalterliches Manhattan“ aufgrund seiner heute noch 15 erhaltenen sogenannten Geschlechtertürmer bezeichnet, gehört die italienische Kleinstadt San Gimignano zweifellos zu den schönsten Zielen. Im Mittelalter versuchten die Patrizierfamilien sich gegenseitig in ihrer Höhe zu übertrumpfen. Einst waren es sogar 72 Türme, doch auch heute noch hat der Ort seinen mittelalterlichen Charakter erhalten.

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San Gimignano: Mittelalterliches Toskanastädtchen

Da der Ort erhöht liegt, lädt der nicht nur zum Erkunden innerhalb der alten Stadtmauern ein, auch der Blick in die Umgebung ist atemberaubend. Besonders, wenn die Sonne langsam untergeht und alles in warmes Licht taucht, erwacht die Toskana zum Leben.

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San Gimignano: Toskanalandschaft vom Aussichtspunkt

Etwas abseits fanden wir einen Pfad, der uns über ein paar Treppen etwas außerhalb des Ortes führte und so den Blick das Panorama von San Gimignano frei gab. Überall wuchsen Bäume und Kräuter und es roch noch dazu großartig! Ein perfekter Abschied von den sanften Hügeln der Toskana. San Gimignano ist definitiv ein Traumziel – mit dem besten Stracciatella-Eis der Welt! Aber dazu in einem späteren Artikel mehr! 🙂

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San Gimignano: Das „Manhattan der Toskana“

 

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2 Gedanken zu “Bella Italia! Roadtrip durch Italien – Teil 2: Toskana

    • Haha, wie cool! 😀 Genau dieses Spiel muss ich auch nochmal zocken, doch erstmal ist Assasins Creed Syndicate dran. 🙂

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