Bella Italia! Roadtrip durch Italien – Teil 3: Neapel, Pompeii & Vesuv

„Wer das wirklich wahre Italien sehen möchte, sollte weit in den Süden fahren.“ Ein ziemlich abgegriffener Ratschlag, den einem Reiseführer da so an die Hand geben. Nach der Stippvisite in Südtirol und dem Aufenthalt in der Toskana näherten wir uns also nun der Geburtsstadt der Pizza im Schatten des Vesuvs: Neapel. Und ja: Dieses Italien ist in der Tat anders! 😉


3. Neapel, Pompeii & Vesuv


Neapel

Vielleicht hätten wir uns bereits vorher mal genauer mit der Thematik „Neapel sehen und sterben“ auseinander setzen sollen – denn der Autoverkehr ist wahrhaft höllisch! Nach unserer Ankunft im Ibis Garibaldi, unweit dem zentralen Bahnhof Garibaldi entschieden wir uns für eine in Neapel durchaus übliche Lösung und stellten es für die volle Dauer unserer vier Übernachtungen in einer privaten Garage unter (Kostenfaktor: 52 Tacken). Ein Problem weniger, konnten wir dem Verkehrschaos nun getrost den Rücken kehren. 😉

Weithin sichtbar überragt der Vulkan Vesuv die Stadtkulisse. Besonders entlang der Uferpromenade erhascht man schöne Ausblicke auf Hafen, Meer und fernen Vulkan.

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Neapel: Blick auf den Jachthafen von der Promenade aus mit Blick auf den Vesuv

Die kostenfrei zu besichtigende älteste Festung Neapels Castell dell’Ovo (kostenfrei zu begehen!) hält die besten Logenplätze im Golf von Neapel bereit. Zur Zeit unseres Besuchs stellten wir fest, dass auch die Einheimischen diesen Ort lieben und zahlreiche frischgebackene Ehepaare machten Hochzeitsfotos vor der Kulisse.

 

Neapel ist besonders für seine historische Altstadt (centro storico) bestehend aus engen Gassen, kleinen Kirchlein und barocken Palazzi berühmt und gehört seit 1995 zum UNESCO Weltkulturerbe. Ein Spaziergang führt durch 20 Jahrhunderte Geschichte, die von einer griechischen Kolonie im 8. Jh.v.Chr., den Spuren der Römer, Königen Frankreichs bis heute reichen.

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Neapel: Typische Gasse in der Altstadt

Besonders sehenswert sind u. a. die größte Kirche Neapels, der Dom Grennaro (besonders bekannt aufgrund des jährlich stattfindenden „Blutwunders“), die Kapelle Sansevero und die Basilica di San Lorenzo Maggiore (älteste Franziskanerkirche der Stadt) direkt am Beginn der berühmten Krippenstraße San Gregorio Armeno , die aber leider vor allem überfüllt ist. 😉

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Neapel: San Gregorio Armeno, die berühmte Krippenstraße

Neapel ist anders. Hektisch, laut, lebhaft. Die drittgrößte Stadt Italiens platzt aus allen Nähten und pulsiert im Takt der Hupkonzerte. Einerseits Mafia, Flüchtlinge und Müllbeseitigungsprobleme, andererseits Geburtsstadt des guten Geschmacks und vielbesungene Traditionsstadt. Zu gerne hätten wir uns mitreißen lassen, sind im Fazit jedoch ernüchtert. Trotzdem lohnt sich ein Domizil in der Bucht von Neapel zu beziehen, denn die Zuglinie Circumvesuviana bringt dich günstig und unkompliziert auch zu bekannten Ausflugzielen in der Umgebung. Und die Pizza ist hier zuhause. 😉


Pompeii und der Vesuv

Am zweiten Tag unseres Aufenthalts kauften wir uns morgens zwei Tickets für die Zuglinie Circumvesuviana (Einzelfahrt p.P. 2,60 EUR) am Schalter im Bahnhof Garibaldi, begaben uns auf eine Zugfahrt von ca. 30 Minuten und besichtigten die beeindruckende Ruinen-Stadt Pompeii.

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Pompeii: Zentraler Platz mit Aussicht gen Vesuv

Die antike Stadt ist einst beim Ausbruch des Vesuvs 79 n.Chr. untergegangen. Seit dem 18. Jh. bis heute sind Archäologen dabei, die weithin konservierte Stadt Stück für Stück freizulegen.

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Pompeii: Die antike Ruinenstadt

Einige Teile sind noch erstaunlich gut erhalten. So sind in einigen Gebäuden auch Malereien und Inschriften noch lesbar. Pompeii verfügt über ein Forum – dem politischen und sozialen Mittelpunkts der Stadt, mehreren Thermen, eine Basilika aus der 2. Hälfte des 2. Jh. erbaut, einem großen und kleinen Theater, mehreren Tempeln und zahlreichen Wohnhäusern. In den Straßen sind heute noch Wagenspuren aus antiker Zeit erkennbar.

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Pompeii: Alte Hauptstraße – schon damals mit „Fußwegen“

Nach der Besichtigung Pompeiis sollte es hoch hinaus gehen! Am Bahnhof Pompeiis stiegen wir deshalb in einen Linienbus, der uns in einer abenteuerlichen Fahrt bis zum mit 1000 m höchstgelegenen Parkplatz des Vesuvs brachte (Einzelfahrt p.P. 2,70 EUR). Dort drückten wir nochmal 10 EUR ab, um den Nationalpark Vesuvius betreten zu dürfen.

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Vesuv: Pandas überall – selbst auf dem Vesuv!

Hinauf ging es innerhalb von 30 Minuten – mit brennender Sonne im Nacken – über einen Schotter- und Sandweg bis wir den erhofften Blick in 1281 m Höhe in den gesprengten Krater warfen.

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Vesuv: Blick in den Krater

Auch wenn der Aufstieg anstrengend war, hatten wir dazu noch dazu einen grandiosen Ausblick auf die gesamte neapolitanische Küste. Genial!

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Vesuv: Aussicht gen Golf von Neapel

 

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