Grüezi Schweiz! Ein Roadtrip durch die Alpen. Teil 1: So wird der Rheinfall garantiert kein Reinfall!

Die Schweiz: Schweizer Käse, köstliche Schokolade und hohe Gipfel. Achja, und James Bond! 😀 In diesem Jahr statteten wir dem urigen Alpenstaat einen Besuch ab und sichteten nicht nur ein Murmeltier, sondern wurden auch auf abenteuerlichen Wanderwegen herausgefordert und fanden an den abgelegensten Orten die schönsten Fotomotive. In Teil 1 berichte ich dir von unserer Reiseplanung, Route und dem ersten Ziel der Rundreise: Dem Rheinfall.


Für schmalen Kurs in die Schweiz? Nie und nimmer!

So ungefähr dachten wir auch. Allerdings gilt auch: Früh übt sich, wer den Geldbeutel schonen will. So fanden wir einen guten Mittelweg, um sagen zu können, dass wir wirklich günstig davon gekommen sind. Aber wie, fragt ihr euch?

  1. Unterkünfte
    Hier gelten drei Faustregeln: Je früher, desto besser (wir haben im Februar unsere Unterkünfte für Ende Mai gebucht); Weniger Anspruch, mehr Knete (Wer kein Schwimmbad oder das Matterhorn vorm Latz braucht, spart hier am meisten!); und Online-Angebote genau vergleichen (wir haben über booking.com gestöbert, aber nicht alles dort gebucht – wer direkt beim Hotel bucht, spart oft!)
  2. Essen
    Okay, ich gebe zu: Ein Gaumenschmaus sieht anders aus, aber gerade für die großen Etappen im Auto oder einen schnellen Happen im Hotel haben wir uns einiges an Fertigsüppchen, Besteck und einen (Reise)wasserkocher mit Option fürs Auto eingepackt. Nicht empfehlenswert für jeden Tag, aber ein echter Spartipp. In der Schweiz könnt ihr auch (relativ) günstig in auch in Deutschland vertretenen Discountern einkaufen. 😉
  3. Transporte
    Ein trickiges Thema! Wir sind mit unserem Erdgas-Auto unterwegs gewesen, Gas ist aber in der Schweiz deutlich teurer in der Schweiz (nicht zu vergleichen mit Italien!). Ihr könnt aber bei Bergauffahrten, Zügen und Museen vorher schauen, ob es Kombitickets oder Vergünstigungen (zum Beispiel nach XX Uhr kostenlos / ab XX Uhr günstiger / …) gibt. Parken ist meist kostenpflichtig gewesen, doch auch hier gibt es Ausnahmen (mehr gleich dazu).

Das muss vor dem Roadtrip beachtet werden

  1. Vignette
    Wer einen größeren Roadtrip durch die Schweiz plant, sollte hier nicht sparen! Die Autobahnen und Tunnel sind in einem (für uns Deutsche) unglaublich modernem Zustand und man spart vieeel Zeit. Sie kostet 40 CHF und kann z. B. beim ADAC oder an Tankstellen vor der Grenze gekauft werden.
  2. Schweizer Franken
    Ein wenig Bargeld sollte man definitiv dabei haben. Wir haben zum Beispiel in einem Parkhaus geparkt, in dem der Automat nur Bares sehen wollte. In Hotels, Museen, bei Tickets für Bergbahnen und Zügen könnt ihr aber auch eure Kreditkarte zücken.
  3. Rechtliches
    Achtet unbedingt auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen, habt für alle Autonsassen Warnwesten dabei und achtet beim Shoppen darauf, dass ihr nicht über die Zollfreigrenze kommt! Denn es wird an den Grenzen tatsächlich auch mal geprüft (bei uns gab es allerdings nur Fertigsüppchen zu sehen xD).

Die Reiseroute

Geht es euch auch so? Das Planen der Reise und das Raussuchen der persönlichen „Das-muss-ich-sehen!“ Top 100 ist das reduzieren auf weniger oft das Schwierigste. Nach viel Planung stand für uns folgende Reiseroute schließlich fest:

  1. Rheinfall
    (Abstecher Luxemburg)
  2. Rheinschlucht
    (Abstecher Italien)
  3. Täsch
  4. Matterhorn
  5. Bern
  6. Schilthorn

1. Rheinfall


Später Mai, 4 Uhr starteten wir das Erdgasauto. Nach gut 14 Stunden Fahrzeit leider mit reichlich Baustellen und stoppendem Verkehr, erreichten wir Neuhausen am Rheinfall, das kurz hinter der Deutsch-Schweizerischen Grenze liegt. Ein Blick auf die Uhr verriet: Es war spät geworden und bereits nach 18 Uhr. Trotzdem war dies kein Grund zur schlechten Laune: Ab 18 Uhr ist das Parken auf dem Besucherparkplatz nämlich komplett kostenfrei!

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Rheinfall: Der Rheinfallfelsen

Die Kamera gezückt liefen wir also los und erkundeten den Rheinfall auf einem (halben) Rundweg. Der Rheinfall gehört zu den im Europavergleich größten Wasserfällen. 23 Meter hoch und 150 Meter breit ist das Ungetüm, das man schon aus einiger Entfernung rauschen hört.

Die Wege rund um den Rheinfall sind super ausgebaut und bieten einige Aussichtsplattformen. Direkt am Rheinfallbecken liegt das Schlösschen Wörth, von dem aus (natürlich vor 18 Uhr) Ausflugsboote verkehren. Ebenso erhebt sich das Schloss Laufen rechtsseitig des Wasserfalls, das 2008 umfangreich saniert wurde und (ebenfalls vor 18 Uhr) besichtigt werden kann. Wir sind aber gut zu Fuß und eh eher an dem Naturerlebnis interessiert, also juckt es uns auch nicht weiter. 🙂

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Rheinfall: Schloss Laufen

Der Wasserfall ist beeindruckend. Wer ein wenig mehr Zeit hat, sollte einfach mal ein bisschen verweilen und dem Rauschen horchen – das kann echt gut entspannen. 😉 Wir waren jedenfalls sehr begeistert – vor allem vom Umstand, dass so gut wie nur noch eine Handvoll Einheimischer das Schauspiel mit uns betrachteten. Und nicht zig Selfiestick-bewaffnete Touristenhorden aus Busgruppen, die einen womöglich noch ins Wasser schubsen; beim Versuch das perfekte Selfie zu schießen.

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Rheinfall: Der umtoste Rheinfelsen, im Hintergrund die Bahnbrücke

Erholt gings für uns gegen halb 10 dann Richtung Zürich ins ibis, von dem aus wir am nächsten Tag das nächste Rhein-Highlight erreichen wollten.


Fazit

Für wen? Naturliebhaber, Aktivurlauber (tolle Wander- und Mountainbike-Wege), Familien mit Kindern, die was entdecken wollen
Kostenfaktor:
Umsonst (ab 18 Uhr)!
Zeitaufwand: mind. 1,5 h sollte man sich schon nehmen…
Weiterzuempfehlen? Jo, auf jeden Fall!

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