Grüezi Schweiz! Ein Roadtrip durch die Alpen. Teil 2: Schwebend über der Rheinschlucht

Die Rheinschlucht trägt nicht völlig zu Unrecht den Beinamen „Grand Canyon der Schweiz“: 14 km lang, bis zu 350 Meter hohe Steilwände und eine einzigartige Flora und Fauna runden das Erlebnis rund um die Rheinschlucht ab. Entstanden durch einen urzeitlichen Felssturz zieht er heute Sportler, als auch Familien gleichermaßen an. Für uns war es das zweite Highlight der Rundreise.


2. Rheinschlucht


Nachdem wir am Vortag erst spät vom Rheinfall in unser Hotel in Zürich eingekehrt sind und der Folgetag (wortwörtlich) ins Wasser zu fallen schien, ließen wir Zürich schweren Herzens ohne größere Erkundungstouren hinter uns und machten uns nach einem Abstecher über das nahe Luxemburg (dazu in einem eigenen Beitrag mehr) auf nach Flims.

Flims sagt euch nichts? Vor über 10.000 Jahren sind hier ganz spektakulär Millionen von Kubikmeter Felsen ins Tal gedonnert – der Flimser Bergsturz – und formten so ganz nebenbei eine der beeindruckendsten Natursehenswürdigkeit Europas: Die Rheinschlucht (auch Ruinaulta genannt).

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Rheinschlucht: Tolle Aussicht in der Ortschaft Flims

Mission Wanderung startete für uns im Ortskern von Flims, in dem wir bereits über eine wunderschöne Aussicht auf die gegenüberliegenden Ortschaften und Berge stolperten. Nach etwas Orientierungsschwierigkeiten (der Wanderweg war zuerst etwas schwierig zu finden) fanden wir den Anfang in der „Via dil Lag“ Richtung Caumasee.

Der sehr gut ausgebaute Weg führte uns relativ fix zum ersten Highlight auf der Wanderung: Den Caumasee. Runter konnte man wahlweise mit einem (kostenfreien!) vollautomatischen Lift, der direkt zum See fuhr, oder man bog ab und ging den Weg selbst hinab. Der See war wunderhübsch, jedoch sehr touristisch aufbereitet: Zugang am Eingang nur mit Tagesticket und drum herum ein hoher häslicher Zaun, der die Sicht nimmt. Schade! Aber oberhab vom Lift war die Sicht auf das klare blaue Wasser wunderschön 😉

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Rheinschlucht: Der Caumasee

Am See vorbei führte der Weg durch den Wald, bis man auf dem letzen Viertel mit direktem Panoramablick auf die Schlucht weiter ging. Doch erst das Finale, die Aussichtsplattform „Il Spir“ raubt einem dann vollends den Atem: Die Plattform scheint fast über dem Abgrund zu schweben und ist für höhen ängstliche höchstwahrscheinlich der blanke Horror! Aber die Sicht ist mehr als nur Spektakulär.

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Rheinschlucht: Aussichtsplattform „Il Spir“

Nach frischer Brise über dem Abgrund gings dann schließlich zurück gen Auto. Auf dem Rückweg begegneten wir dann noch einem Steinadler, der eine Schlange (Argh, wo kam die denn her?!) gerissen hatte. 9 km sollten wir am Ende dieses Wanderausflugs schließlich beläppert haben.

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Rheinschlucht: Idyllische Aussichten auf dem Wanderweg zur Aussichtsplattform „Il Spir“

Nächstes Ziel war nun ein Abstecher in Italien, aber dazu gibts an anderer Stelle später mehr zu lesen. 🙂 Das nächste Highlight auf unserer Schweiz-Rundtour: Die Matterhorn-Region!

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Rheinschlucht: Blick in die Tiefe

Fazit

Für wen? Aktivurlauber (Ob Wanderer, Biker, Rafter, Kanute, Naturfreund oder Entdecker: 
Kostenfaktor:
Bis aufs parken umsonst (außer du willst am Caumasee baden)!
Zeitaufwand: Wir haben 2 Std. mit Pausen gebraucht
Weiterzuempfehlen? Jo, aber denkt an Sonnenschutz und Getränke!

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