Grüezi Schweiz! Ein Roadtrip durch die Alpen. Teil 6: Im Geheimdienst Ihrer Majestät am Schilthorn

Zum Ende unserer Schweiz-Rundtour ließen wir es drauf ankommen und planten in die Berne Oberalpen zu fahren, genauer zum Schilthorn auf den 2970 m hohen Piz Gloria. Hier lässt sich nicht nur das UNESCO-Erbe Eiger, Mönch und Jungfrau im 360° Winkel bestaunen, hier konnte auch der berühmteste Geheimagent der Welt die Menschheit retten! Ein würdiger Abschluss unseres Roadtrips.


6. Schilthorn


Am (wirklich) frühen Morgen machten wir von unserem Hotel in Bern auf gen Stechelberg, das im malerischen Lauterbrunnental liegt. Wir hatten wohlwissend über unsere Planung kein Frühstück dazu gebucht und sind mit leerem Magen losgefahren. Kurz nach halb 8 Uhr trafen wir dann auch schon bei der Schilthorn-Seilbahn ein und buchten das begehrte, aber nicht gerade billigste Ticket, unserer Reise: Die Auf- und Abfahrt zum Piz Glora mit „James Bond Brunch“. Was James Bond mit irgendeinem Berg in der Schweiz zu tun hat? Dazu später mehr.

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Schilthorn: Mit den vier Seilbahnen geht es hoch hinaus

Die Seilbahn verläuft nicht direkt von Tal zu Berg, es gilt insgesamt vier(!) Bahnen aufwärts zu nehmen, um zur Spitze zu gelangen. Dies hat aber auch Vorteile: Mit dem Ticket darf wo immer man möchte ein Zwischenstopp eingelegt werden, zum Beispiel im Bergort Mürren oder Birg, wo ein sogenannter „Thrill-Walk“ die Besucher über teils sehr fies aussehenden Konstruktionen über den Abgrund schickt.

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Birg: Auf dem Thrill-Walk läuft man über dem Abgrund

Nichts für Leute mit Höhenangst aber keine Sorge, alles ist doppelt und dreifach abgesichert und für Kinder sicher ein Riesenspaß!

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Schilthorn: Das Piz Gloria Drehrestaurant und Originalschauplatz in James Bond „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ (1969)

Ganz oben – Station Schilthorn – wartet jedoch das unangefochtene Highlight. Der Piz Gloria bietet eine 360° Sicht auf alle durch die UNESCO zum Wltnaturerbe erhobenen Bergriesen gleichermaßen. Eiger, Mönch und Jungfrau, sogar bei gutem Wetter der Mont Blanc, sind von hier aus zu sehen.

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Schilthorn: Auf ganzen 2970 m hochgeschraubt

Apropos Sehen: Jeder von euch kennt sicher James Bond. 1969 wurde mit „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ damals ein Bond-Film hier oben abgedreht. Doch damit nicht genug. Die Plattform mit drehbarem Panorama-Restaurant (in dem auch das unfassbar saumegalleckere Frühstück kredenzt wurde) wurde extra für den Film hergerichtet. Ihr befindet euch also in einem echten Bond. Genial, oder?

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Schilthorn: James Bond zum Anfassen 😉

 

Doch damit nicht genug! Es gibt hier wirklich einmalige Toiletten (ja, ihr lest richtig!), wie schon erwähnt das wirklich beste Frühstück, das ihr euch vorstellen könnt (inklusive Champagner und Lachs), ein tolles interaktives Museum mit Originalrequisiten und allerlei Infos rund um die Dreharbeiten, sowie den Walk of Fame, in dem sich einige Mitwirkende verewigt haben. Natürlich auch Hauptdarsteller George Lazenby. 😉

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Schilthorn: Der „007 Walk of Fame“

Allein in dem drehbaren Restaurant haben wir 2 Stunden verweilt – weil wir einfach so platt waren, dass es so was überhaupt gibt! xD Aber ich schweife ab…

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Schilthorn: Blick zur nächsten Seilbahnstation im Nebelschweif der 4000er Berge

 

Nachdem wir den Gipfel und den Thrill-Walk erkundet hatten, nahmen wir uns das Bergörtchen Mürren vor, bevor wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. In Mürren trafen wir auf diese freundlichen Wiederkäuer und ein scheues Eichhörnchen, das so ganz anders aussah, als seine Artgenommen bei uns.

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Mürren: Diese Kühe sind definitiv schwindelfrei!

Den Tag fast hinter uns, machten wir noch einen kurzen Abstecher ins wunderhübsche Lauterbrunnental (tatsächlich ist dieser Wasserfall direkt hinter dem Parkplatz der Schilthorn-Bahn) und fuhren am späten Abend wieder zurück gen Hotel.

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Stechelberg: Das Lauterbrunnental hat nicht nur Fotofans was zu bieten- diesen Kühen scheint die Wiese ganz besonders zu munden

Damit war auch unsere Reise durch die Schweiz zuende. Aber man soll ja bekanntlich gehen, wenn es am schönsten ist. 🙂 Besonders das Schilthorn hat uns nochmal vom Hocker gehauen, doch allgemein lässt sich resümmieren, dass das Klischee der Schweiz schon irgendwie stimmen mag: Es ist hier zwar alles teurer, aber die Natureindrücke sind unbezahlbar. In diesem Sinne: Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig Inspiration liefern. 🙂


Fazit

Für wen? Naturfreunde, Gourmets (ich komme immer noch nicht über dieses Essen hinweg xD) Fotofans Filmfanatiker (James Bond!), Familien, Wanderer
Kostenfaktor:
 Schilthorn-Bahn mit Brunch pro Person 105 CHF – der teuerste Faktor unserer Reise, aber wenn man bedenkt, dass 4 Seilbahnen, Museum, üppiges Frühstück und spektakulär angelegte Wanderwege inkludiert sind, okay 😉 Parken hat umgerechnet 6 EUR ausgemacht
Zeitaufwand: Nehmt euch den Tag Zeit
Weiterzuempfehlen? Kostet was, aber dafür entschädigt das Geleistete alles! Daher jo!

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